Tischtennis in und um Friedewald
So begann alles
Erst in 1963 kam der Tischtennissport hier auf die Beine. Eigentlich wurde schon seit 1950 gespielt – mehr schlecht als recht. Geeignete Räume fehlten und das Training wurde in einer Gaststätte oder in Scheunen ausgetragen. In Schwung kam man, als die Männer in 1963 im TSV Friedewald eine eigene Abteilung gründeten. Die Startbedingungen waren aber immer noch nicht rosig. Zehn Sportler trafen sich zweimal pro Woche um unter Anleitung von Fachwart Willi Gebauer an zwei alten Platten zu üben. Trotzdem gelang schon im ersten Jahr der dritte Platz in der Kreisklasse. 1966 zählte die Abteilung schon 24 Spieler und Friedewald stellt drei Teams. Danach folgten schon bald Meistertitel und Aufstiege, aber auch wieder einige Rückschläge. Dennoch konnten die Dreienberger bis Mitte der Achtziger viele Einzelsiege, Pokalsiege und Meisterschaften mit bis zu vier Teams feiern. Schon im Gründungsjahr 1963 wurde Gerhard Merkert Kreismeister im Einzel.



Von den „Oldies“ bis zum Nachwuchs
Viele ehemalige Spieler, die die jungen Menschen in Friedewald gar nicht mehr kennen, hatten sich verdient gemacht: Heinrich Brod, Kurt Ernst, Mähler, Wilhelm Hermann, Adolf Tobisch, Willi Gebauer (erster Chef), Waldemar Weinert. Als es dann auch wettkampfmäßig richtig „brummte“, kamen Hans Pietsch, Karl Pflieger, Werner Deiseroth, Georg Schellhas, Hubert Vollmer (auch mal Abteilungsleiter sowie Siegfried Fritsch), Heinrich Böhmert, Jörg Saam (ebenfalls mal Abteilungsleiter) u.a. hinzu. Der Tischtennissport entwickelte sich nun bei uns, aber auch in ganz Hessen sprunghaft. Dann – 1969 – ging es mit Jugendmannschaften los und es war eine positive, aufregende Zeit, die viele Talente brachte und die Abteilung Tischtennis im TSV Friedewald groß machte. Ein paar Namen dazu: Dieter Mader, Thomas Stockheim, Lothar Weidmann, Reiner Mähler, Wolfgang Tobisch, Jürgen Reinmüller, Gerhard Stephan, die bald in die Seniorenteams aufrückten, oder später aus beruflichen Gründen aufhörten. Die Reihen schlossen wieder Rolf Kaufmann, Helmut Ehling, Hubert Licht, Reinhold Erbe, Wolfgang Faulstich, Norbert Möller
1968 fing Norbert Möller mit dem Training an im TSV, dem er schon seit 1963 angehört. 1969 gab es den Spielerpass als Jugendlicher mit 16 Jahren. Ungewöhnlich, dass Möller seitdem nie das Tischtennis in Friedewald zu einem andern Ort wechselte. Seit 2002 ging es dann ja im neu gegründeten TTC Dreienberg-Friedewald als eigenständiger Verein weiter. Möller war in den 51 Jahren immer wieder mal Abteilungsleiter bzw. Vorsitzender, auch mal Kassenwart, Stellvertreter, 45 Jahre Mannschaftsführer in verschiedensten Teams, Jugend-/Mädchen-/Schülerwart und betreute viele auch bei den Spielen. Seit 1972 ist er Pressewart für die Abteilung bzw. den Verein und seit 1974 als Pressewart im Vorstand des Kreises Hersfeld-Rotenburg. Auch Harald Duben, Richard Knothe und später Gerhard Diemel (bis zu seiner Aufgabe), waren als „Chefs“ bzw. im Vorstand des Vereins tätig.
Reformen und große Veränderungen
Der Platz hier würde nie reichen, um all das aufzuschreiben, was noch an Positivem, aber auch Negativem in den Achtziger und Neunziger Jahren geschah. Viele der ehemaligen Spieler leben leider nicht mehr und so wurde auch mancher Freund unerwartet während den Runden aus dem Leben gerissen. Reformen im Tischtennis-Verband gab es ja immer schon, aber zwei waren besonders prägend: zunächst der Zusammenschluss der Altkreise Hersfeld und Rotenburg. Später dann wurden die einzelnen Landkreise teilweise anderen Bezirken zugeordnet. Friedewalds Erste Mannschaft spielte dann immer auf Bezirksebene und viele Jahre mit dem Altkreis Hünfeld zusammen. Dann aber wurde Hersfeld-Rotenburg dem Bezirk Nord 2 zugeordnet und spielt inzwischen seit 1993 gegen Teams aus Werra-Meißner, höherklassig auch Schwalm-Eder und den Konkurrenten aus dem Heimatkreis.
Die wohl größte Auswirkung hatte die Verselbständigung der Abteilung Tischtennis vom TSV weg hin zum TTC 02 Dreienberg-Friedewald e. V..
Die „Kippeljahre“
Es ging gut voran von 2002 bis 2010, dann musste Möller gesundheitsbedingt pausieren, Diemel übernahm wieder das Ruder, aber einige Spieler verließen leider den Verein 2015/16. Bis 2016 ging es bergab und leider waren es auch eigene Spieler, die sich etwas hängen ließen. Auf einer Krisensitzung wollten die damaligen „Führungskräfte“ den Verein abmelden, denn es wusste keiner wie es weitergehen soll. Diemel und Co. traten aus und wie sollte es weitergehen?
„Unsinn“ – riefen die neuen/alten Kräfte und stellten mit Armin Brauner, Jörg Emmerich, Möller, Jürgen und Stefan Wetterau im Gesamtvorstand und den verbleibenden Kollegen neue Teams auf. Junge Leute wie Marvin Roppel, Markus Schaub, Ralf Hofmann, Adrian Sieling, Andreas Brehm, Philipp Faulstich waren erfolgreich und brachten den TTC Dreienberg wieder auf Vordermann. Gerrit Egner, Harald Duben und Bernd Wolf kamen und somit war zunächst die erfolgreiche Zeit gesichert und der Verein hatte große Erfolge mit Meisterschaften und Aufstiegen. Rückschläge gab und gibt es immer mal wieder, aber mit der Neuausrichtung ab 2019 im Vorstand unter Vorsitz von Gerrit Egner konnten viele zukunftsweisende und erfolgreiche Projekte angefangen und umgesetzt werden.
Die „Neuzeit“
An erster Stelle ist hier die Aufnahme und Erweiterung der Nachwuchsarbeit zu nennen. Bereits zum ersten Training im Januar 2019 konnten etliche Kinder und Jugendliche begrüßt werden, die unter professioneller Betreuung den Spass am Tischtennissport, die Kameradschaft und die Integration in das Vereinsleben lernen und erleben konnten und können. Das Angebot wurde sehr gut angenommen und es hat sich ein fester Stamm von ca. 20 Kindern und Jugendlichen im Alter von 8 bis 17 Jahren gebildet, die 2x pro Woche am Training und in einer der Nachwuchsmannschaften mit Spass, Motivation und tollem Teamgeist teilnehmen. Auch in der Corona-Pandemie wurde der Kontakt über WhatsApp, Telefon, etc. aufrechterhalten, so dass auch nach Wiedereröffnung der Hallen ab Juni 2021 die Jungs und Mädels mit viel Freude begrüßt werden konnten.
Zudem ist es in der Zeit gelungen, mit Daniel Heurich nicht nur einen Spitzenspieler für unsere 1. Mannschaft von unserem TTC zu begeistern, sondern in ihm auch einen ausgebildeten Übungsleiter als Verstärkung für unser Team zu gewinnen, der seit Juni 2021 das Nachwuchstraining im Team mit Gerrit Egner leitet. Bereits in der Abbruchsaison 2020/21 wurde nach langer Zeit wieder eine U15-Nachwuchsmannschaft gemeldet, die mit Danilo Zec, Finn Reuter, Josh Jablonski, Yosh Reinmüller und Alina Egner ein gutes Team gebildet haben.
In der Saison 2021/22 sind weitere Spieler für unsere Nachwuchsmannschaft an den Start gegangen: Ilias Schneider, Liam Wehr, Mick Reinmüller und Leon Stuth.
Zum Training nach dem Wiedereinstieg konnte erstmals an einem neuen, technisch hochwertigen Tischtennisroboter trainiert werden. Hierbei konnte in TT-Shop Diepoldeswalde unter Mathias Bormann ein toller Partner gewonnen werden, der unserem Verein die Finanzierung des Roboters ermöglicht hat. Der Roboter ist technisch auf höchsten Niveau, hat 2 Ballauswurfköpfe, kann zig verschiedene Schnitt- und Geschwindigkeitsvariationen spielen, hat eine automatische Ballrückführung, mehrere Dutzend voreingestellte Übungen u.v.m. Die Anschaffung war zwingend notwendig, damit die verschiedenen Schlagtechniken im Nachwuchsbereich eingeübt und verbessert werden konnten. Auch im Erwachsenenbereich ist der Roboter ein Highlight im Training und wird stark genutzt. Doch nicht nur das Nachwuchstraining und der Tischtennisroboter konnten als kleiner Erfolg verbucht werden. Es wurde ein zukunftsorientiertes und professionelles Gesamtkonzept erarbeitet und umgesetzt.
Um einen Verein erfolgreich zu führen, den Verein noch attraktiver zu machen und um das Vereinsleben zu stärken, bedarf es in der heutigen Zeit neben einem starken Team auch externe Partner und Unterstützer.
Mit Haag & Menzel aus Wildeck-Obersuhl wurde ein Partner gewonnen, der unserem Verein in den Bereichen
- vereinseigene Homepage
- neues Vereinswappen
- Entwurf Heimspielplakate
unter die Arme gegriffen hat und mit Rat und Tat zur Seite steht.
Über unsere sozialen Medien verfolgen mehrere hundert Interessierte, Freunde, Partner und Unterstützer den Weg unseres Vereins und aktuelle Berichte. So konnten bereits in der Abbruchsaison 2020/21 bei den 4 ausgetragenen Heimspielen über 80 Zuschauer in unserer Halle begrüßt werden, die spannende und nervenaufreibende Spiele verfolgt haben und zu einer tollen Stimmung beigetragen haben. Durch die Heimspielplakate, die in den örtlichen Geschäften ausgehangen werden, ist das Zuschauerinteresse in der Folgezeit noch gesteigert worden und ist im Tischtenniskreis und darüber hinaus fast einzigartig. Auf die Bewirtung der Zuschauer und Gäste wurde von Anfang an enormen Wert gelegt und das Angebot an Speisen und Getränken ständig erweitert. Ein neues, tolles Vereinswappen in Anlehnung an das Friedewalder Wappen zeigt die Verbundenheit zu unserer schönen Gemeinde rund um den Dreienberg. Auch hier gilt unser Dank Haag & Menzel für die tolle Grafik und Arbeit.


Ein ganz wichtiger Baustein für unseren TTC ist die Gründung des „Förderverein des TTC 02 Dreienberg-Friedewald e. V.“, der ab 2020 geplant und in 2021 umgesetzt wurde. Unternehmen aus nah und fern und Privatpersonen ermöglichen es uns, als Mitglieder und Partner des Fördervereins, viele kleinere und größere Projekte anzupacken und umzusetzen. So geht ein Hauptteil der Unterstützung in die Nachwuchsarbeit, die Stärkung des Teams durch kleinere und größere Events wie Vereinsfahrten, wo nun alle Kinder, Jugendliche teilnehmen können, in die Erneuerung und Erweiterung des Equipments, welches stark in die Jahre gekommen ist uvm.
Um die Schüler und Jugendliche in den Trainings bestmöglich betreuen zu können, sind einige Übungsleiter aktiv. Ziel ist es, durch einen „richtigen“ Trainer den Nachwuchs noch besser in den verschiedenen Techniken auszubilden.
Die Partnerunternehmen haben die Möglichkeit, ihre Firmenlogos und Werbung auf unseren Heimspielplakaten, unserer Homepage und anderen sozialen Medien, als Bandenwerbung und als Plakat in unserer Heimspielstätte zu platzieren. Somit entsteht eine Win-Win-Situation.
Das „etwas vorangeht“ im Verein bleibt natürlich auch im Tischtenniskreis nicht unbemerkt. Durch die gute und strukturierte Arbeit in und um unseren TTC wurden einige gute Spieler auf unseren TTC aufmerksam und haben sich unserem Verein angeschlossen. Neben Lars Mattern, Nico Gundlach und Rückkehrer Andreas Brehm, die bereits zur Saison 2020/21 begrüßt werden konnten, wurden mit Daniel Heurich und Florian Brauner weitere starke Neuzugänge begrüßt.
Es wird eine starke und verjüngte 1. Mannschaft in die Saison 2021/22 ins Rennen geschickt. Die 2. Mannschaft, die erstmals seit einigen Jahren wieder mit einer 6er Mannschaft um Aufstiege kämpfen kann, ist ein guter Mix aus älteren erfahrenen und jungen Spielern. Dazu noch unsere beiden Nachwuchsmannschaften, die mit einer U18 und U15 in die Saison 2021/22 starten.
Unsere weiteren Ziele sind
- der Ausbau der Nachwuchsarbeit, wir wollen in jeder Altersklasse mindestens 1 Mannschaft stellen,
- die Kinder, Jugendlichen und allen aktiven und passiven Mitgliedern mit Aktivitäten auch außerhalb des Tischtennistrainings zu integrieren,
- starke Mannschaften im Herrenbereich stellen, die unseren TTC, unsere Gemeinde und unsere Partner positiv zu vertreten,
- weitere Zuschauer für unseren tollen Sport und Verein zu begeistern,
- offen für neue Wege sein,
- vernünftiges Equipment zur Verfügung stellen
- viele kleine und größere Projekte, die unseren Verein voranbringen.
